CAD-Laptops: Anforderungen an die mobile Workstation

CAD-Laptops: Anforderungen an die mobile Workstation
18. August 2022 14 Minuten Lesezeit

CAD-Laptops: Anforderungen an die mobile Workstation

CAD-Laptops: Anforderungen an die mobile Workstation

Laptops für CAD-Anwendungen ➤ die 5 wichtigsten Anforderungen ✔ Darauf müssen Sie beim Kauf achten

CAD-Laptops: 5 Anforderungen, die Sie beachten sollten

CAD, also „computer aided design“, beschreibt Programme, mit denen User Grafiken, Modelle und Zeichnungen am PC erstellen können. Die Anwendungen, wie beispielsweise AutoCAD, SolidWorks oder Catia, kommen in zahlreichen Berufsfeldern zum Einsatz. Vor allem Architekten, Produktentwickler oder Designer greifen auf die Software zurück. PCs müssen nicht nur im Hinblick auf die Leistung zahlreiche Anforderungen erfüllen, damit die CAD-Software reibungslos funktioniert. Vor allem beim Kauf eines Notebooks sollten Sie dies unbedingt berücksichtigen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie deshalb, worauf Sie beim Erwerb eines CAD-fähigen Laptops achten sollten und welche Features das Notebook für eine ideale Performance unbedingt haben muss.

© Thirdman / Pexels

CAD auf dem Laptop? Nicht mehr unmöglich!

Wer CAD-Programme auf seinem Rechner nutzen will, braucht einen extrem leistungsstarken PC. Denn die Software stellt in den meisten Fällen sehr hohe Ansprüche an die Hardware des Computers: Ein schneller Arbeitsspeicher, die richtige Grafikkarte und ein möglichst großer Bildschirm sind vonnöten. Viele User verwenden für den Einsatz von CAD-Programmen deshalb lieber Desktop PCs als Workstation. Doch mittlerweile sind auch zahlreiche Laptops den Anforderungen von CAD gewachsen und können für die Modellierung von Grafiken oder Erstellung von 3D-Modellen genutzt werden. Ein Notebook, das CAD-tauglich ist, sollte jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen – einen ersten Überblick verschafft Ihnen unsere Checkliste.

Checkliste: Diese Grundausstattung sollte ein CAD-Laptop mitbringen

Damit CAD-Software reibungslos auf dem Notebook funktioniert und alle Features genutzt werden können, muss der Laptop eine gute Hardware bieten. Beim Kauf eines CAD-fähigen Laptops sollte der Preis des Geräts also nicht das einzige Kriterium sein – denn die erforderliche Ausstattung und Leistung der mobilen Workstation haben hier Priorität. Dabei stehen die folgenden Punkte besonders im Zentrum:

  • Prozessor (CPU)
  • Arbeitsspeicher (RAM)
  • Festplatte(n)
  • Grafikkarte, Grafikprozessoren (GPU)
  • Bildschirmgröße

Ein CAD-fähiger Laptop sollte den Anforderungen der Software gerecht werden. Welche Voraussetzungen er bei den jeweiligen Hardware-Faktoren jedoch genau erfüllen muss, erfahren Sie bei uns.

1. Der Prozessor: Leistungsfähige CPU beim CAD-Laptop

Laptops, die für CAD-Anwendungen genutzt werden sollen, benötigen einen leistungsfähigen Computerprozessor. Diese Power bestimmt sich vor allem durch die Taktfrequenz und die Anzahl der Kerne. Die Taktfrequenz definiert sich beim Prozessor dadurch, wie viele Befehle die CPU sekündlich ausführen kann. Sie wird in Megahertz (MHz) oder Gigahertz (GHz) angegeben. Die Kerne (Cores) geben wiederum an, wie viele Operationen ein Notebook-Prozessor parallel erledigen kann. Ähnlich wie bei Gaming-Laptops sollten auch CAD-taugliche Notebooks eine hohe Leistungsfähigkeit mitbringen. Für eine flüssige CPU-Performance sollte der Prozessor über mindestens 3 GHz verfügen.

Gut zu wissen

Ob beim Kauf eines CAD-Laptops eher eine hohe Taktfrequenz oder mehr Kerne entscheidend sind, liegt vor allem an der CAD-Software, die Sie mit dem Notebook verwenden wollen. Achten Sie deshalb bei den Programmen darauf, ob es sich um eine Single-Core-Anwendung oder eine Multi-Core-Anwendung handelt. Empfehlenswert sind in der Regel etwa acht Cores.

2. Der Arbeitsspeicher: Mehr RAM für professionelles Arbeiten

CAD-Programme sind in ihrer Funktionsweise sehr komplex. Dennoch benötigt nicht jede Software zwangsweise auch viel Arbeitsspeicher. AutoDesk, der Hersteller von AutoCAD, empfiehlt für seine Software beispielsweise 16 GB RAM. Das Programm läuft zwar auch auf Notebooks mit nur 8 GB Arbeitsspeicher – für eine komfortable Grafikbearbeitung sollte der Speicher aber deutlich über den Mindestanforderungen liegen. Generell gilt: Für die professionelle Arbeit mit CAD-Programmen ist ein großer Arbeitsspeicher immer von Vorteil. Wer sich ein spezielles CAD-Notebook anschafft, sollte beim Kauf der Workstation also lieber nicht an dieser Komponente sparen. Für CAD eignet sich daher am besten ein Laptop mit 32 GB RAM – wenn nicht sogar mit 64 GB.

3. Die Festplatte: Lieber SSD als HDD

Bei der Wahl eines CAD-fähigen Laptops ist auch die Wahl Festplatte des Notebooks von großer Bedeutung. Dabei gibt es zwei verschiedene Optionen: HDD (Hard Drive Disc) oder SSD (Solid-State-Drive). Die HDD-Festplatte speichert Daten auf einer eingebauten, rotierenden Metallplatte. Bei SSD findet die Datensicherung nicht in beweglichen Teilen statt – weshalb sie als weniger anfällig für Verluste oder andere Schäden gilt. Zudem soll das Speichern bei SSD schneller vonstattengehen, was auch bei CAD-Modellen von Vorteil ist. Vor allem jüngere Notebooks haben die neuere SSD-Festplatte integriert, während in älteren Laptop-Modellen häufig eine HDD verbaut ist. Aufgrund der Zuverlässigkeit und Schnelligkeit sollte in einem gut funktionierenden CAD-Laptop eine SSD mit einem Speicherplatz von 512 GB bis 1024 GB integriert sein – auch, wenn diese Festplatten teilweise einen höheren Kostenpunkt bedeuten. Besteht der Wunsch, das Gerät durch eine externe Festplatte zu ergänzen, ist eine HDD mit zwei bis vier TB Speicherplatz empfehlenswert – so lassen sich die Vorteile beider Festplatten-Modelle optimal nutzen.

4. Grafikkarte bzw. Grafikprozessor: Das Herzstück des CAD-Laptops

Vor allem aufgrund der Möglichkeiten im Hinblick auf die Grafikkarte waren feste Workstations den CAD-Laptops lange überlegen. Denn die Grafikkarte ist der Nutzung jeglicher CAD-Software zentral für die Darstellung von 3D-Modellen und komplexen Grafiken. Mittlerweile gibt es aber auch immer mehr Laptops, die eine Grafikkarte mit hoher Leistungsfähigkeit verbaut haben, die Notebooks auch für CAD-Anwendungen interessant machen.

Die notwendigen Grafikprozessoren (GPU) existieren in zwei unterschiedlichen Ausführungen: Zum einen als integrierte GPUs, zum anderen als separate Karten, sogenannte dedizierte GPUs. Vor allem Nvidia RTX-Grafikkarten haben die grafische Darstellung der CAD-Laptops auf eine neue Stufe gehoben. Mit dieser Art Grafikkarte lassen sich 3D-Grafiken und Modellierungen heute sogar in 4K abbilden.

Für CAD-Darstellungen auf dem Laptop sollte die Grafikkarte des Geräts einen Grafikprozessor mit einer Leistung von 1 GB oder mehr enthalten und kompatibel mit DirectX 11 sein. Zudem ist sie eine Bandbreite von 29 GB pro Sekunde empfehlenswert. Für eine verbesserte Performance kann sogar eine Grafikkarte mit 4 GB mit einer Bandbreite von 106 GB/s gewählt werden.

Gut zu Wissen

Achten Sie bei der Wahl der Grafikkarte auf die Anforderungen Ihres CAD-Programms und die Hardwarebeschleunigung (OpenCL, OptiX oder CUDA).

5. Der Monitor: Großer Bildschirm mit hoher Auflösung

Vor allem in der Größe des Bildschirms unterscheiden sich mobile Workstations von den festen PCs. Klare Empfehlungen für die Bildschirm-Diagonale gibt es bei CAD-Laptops nicht. Generell ist die Arbeit mit Grafiken und Modellen auf einem großen Bildschirm aber natürlich immer angenehmer.

Je mehr Zoll dieser aufweist, desto besser. Häufig ist die Größe jedoch auch eine Kostenfrage – und auch die Auflösung des Bildschirms sollte nicht außer Acht gelassen werden. Auf dem Markt sind zahlreiche Notebook-Modelle mit 4K-Displays erhältlich, die für hochaufgelöste Darstellungen sorgen.

Tipp: Wenn Sie mit einer älteren Version einer CAD-Anwendung arbeiten, sollten Sie darauf achten, dass diese auch hochauflösende oder 4K-Displays unterstützt. Gerade in Kombination mit einem sehr neuen Laptop-Modell kann dies zum Problem werden.

Arbeit mit CAD-Laptops: Hohe Leistung für hohe Anforderungen

Wer einen Laptop für CAD-Anwendungen sucht, steht einigen Herausforderungen gegenüber. Denn Notebooks, mit denen und 2D- und 3D-Grafiken modelliert werden sollen, müssen den hohen Anforderungen der Software gerecht werden. Damit es sich mit einer mobilen Workstation angenehm arbeiten lässt, muss die Hardware der CAD-Anwendung sowohl im Hinblick auf Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte, als auch bezüglich Grafikkarte und Monitor gerecht werden. User, die einen Laptop für CAD suchen, sollten deshalb in erster Linie darauf achten, dass alle Anforderungen ihrer Software erfüllt werden. In den meisten Fällen bedeutet das jedoch hohen finanziellen Aufwand. Refurbished Hardware aus dem green IT Onlineshop bietet hier eine gute Alternative: Hier finden Sie CAD-fähige Notebooks mit bester Performance von namhaften Herstellern wie Intel, Lenovo oder HP. – und das zu einem günstigen Preis.

Fragen rund um das Thema CAD Laptops
Worauf muss bei CAD-Laptops geachtet werden?
Beim Kauf eines CAD-fähigen Notebooks sollten Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte, Grafikkarte und Monitor des Geräts im Zentrum stehen. Achten Sie dabei auf die Kompatibilität von Hardware und Software.
Wie groß sollte der Bildschirm eines CAD-Laptops sein?
Die Größe des Bildschirms eines CAD-fähigen Laptops beeinflusst die Software nicht. Für eine bessere Ansicht und Darstellung ist es jedoch ratsam, auf eine möglichst große Diagonale zu achten.
Welche Festplatte ist bei CAD-Laptops ratsam?
Wer einen Laptop für CAD-Anwendungen kauft, sollte auf eine SSD (Solid State Drive)- Festplatte setzen. Diese garantiert schnelleres Speichern und gilt als weniger fehleranfällig. Vor allem neuere Notebook-Modelle haben meist bereits eine SSD verbaut.
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