Prozessortypen: Das sollten Sie über CPUs wissen

Prozessortypen: Das sollten Sie über CPUs wissen
9. November 2022 17 Minuten Lesezeit
Prozessortypen: Das sollten Sie über CPUs wissen

Wissenswertes über Prozessoren

Der Prozessor gilt als Herzstück des Computers. Doch was ist ein Prozessor eigentlich? Welche Prozessortypen und Hersteller es gibt und worin sie sich unterscheiden, lesen Sie in diesem Beitrag.

Was ist ein Prozessor?

Ein Prozessor dient als zentrale Recheneinheit im Computer dafür, Befehle auszuführen. Er ist mit dem Herzen oder dem Gehirn des menschlichen Körpers vergleichbar. Das ist auch der Grund, warum jeder PC mit einem leistungsfähigen Prozessor ausgestattet ist. Er trägt je nach Kontext die Bezeichnung „CPU“ (Central Processing Unit), „Hauptprozessor“ oder „zentrale Verarbeitungseinheit“.

Die Architektur des Prozessors unterscheidet sich je nach Modell. Grundsätzlich besteht jede CPU aus einem Rechenwerk, Registern (Speicher), Datenleitungen (Busse) und einem Steuerwerk. Außerdem beinhalten viele Prozessortypen mittlerweile einen Cache.

Auf den Takt kommt es an

Genauso wie das Herz arbeitet die CPU in einem regelmäßigen Rhythmus, der sogenannten Taktfrequenz, welche die Geschwindigkeit bestimmt. Sie wird meist in der Einheit Hertz bzw. MHz (Megahertz) oder GHz (Gigahertz) gemessen. Je höher die Taktrate ist, desto schneller werden die übertragenen Befehle verarbeitet.

Das Problem: Schnelle Taktfrequenzen führen zu einer großen Wärmeabgabe, die den Prozessor beschädigen kann. Deshalb werden für gewöhnlich auch Lüfter oder Wasserkühlungen eingesetzt, um dem entgegenzuwirken.

Welche Prozessortypen gibt es?

Zu den namhaften Herstellern von Computerprozessoren gehören Intel und AMD. Beide Unternehmen bieten verschiedene Baureihen an, die sich im Hinblick auf Preis und Rechenleistung unterscheiden. Doch egal, welche CPU Sie wählen – eins haben alle gemein: Der Prozessor muss mit dem Arbeitsspeicher, dem Mainboard (auch: Hauptplatine oder Motherboard), dem Netzteil und den Grafikkarten kompatibel sein.

CPU im mittleren Preissegment

Prozessoren im mittleren Preissegment bzw. Mainstream-Prozessoren sind zum Teil physisch größer, aber auch leistungsfähiger. Denn im Gegensatz zu den günstigeren CPUs sind sie dazu in der Lage, auch 3D-Spiele oder andere multimediale Anwendungen wie die Bearbeitung von Videos ohne Probleme zu bewältigen. Der Nachteil: Sie verbrauchen mehr Strom und verfügen über Cache und Kerne, die womöglich nicht mit älteren Mainboards und Arbeitsspeichern kompatibel sind.

Preisintensive CPU

Die schnellsten und dadurch auch teuersten Typen von Prozessoren werden zum Beispiel für aufwendige Spiele, Grafiken oder für das Erstellen und Bearbeiten von statistischen Analysen oder Videos benötigt. Allerdings kommen diese High-End-CPUs mit einem höheren Stromverbrauch daher und benötigen darüber hinaus auch deutlich mehr Arbeitsspeicher.

Für welchen Prozessor Sie sich letztendlich entscheiden, hängt also zum einen von Ihrem Budget und zum anderen von Ihrem PC ab. Aus diesem Grund sollten Sie vorab unbedingt die Kompatibilität der einzelnen Komponenten Ihres Systems prüfen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass der aktuelle Trend ganz klar dazu tendiert, immer mehr Kerne in den Prozessor zu verbauen, was zu einer gesteigerten Leistung im Multitasking-Bereich führt.

Foto von Pok Rie / Pexels

Intel und AMD: Die gängigsten Prozessortypen auf einen Blick 

Damit Sie einen besseren Überblick über die verschiedenen Typen von Prozessoren bekommen, finden Sie in der folgenden Aufzählung die bewährten CPUs, die in den letzten Jahren am häufigsten im Mobil- und Desktopbereich verwendet wurden. Dazu gehören: Intel Celeron, Intel Core i3, Intel Core i5, Intel Core i7, Intel Pentium, AMD Athlon, AMD Phenom II und AMD Ryzen. Im direkten Vergleich werden nun die verschiedenen CPUs der beiden Hersteller gegenübergestellt – damit Sie sich anhand der Informationen für den Prozessortypen entscheiden können, der zu Ihnen und Ihrem System passt.

Intel Celeron

Die Prozessoren aus der Intel-Celeron-Reihe verfügen über dieselbe Technologie, die auch in den teureren Core-i-CPUs verbaut ist. Allerdings beschränken sich die Celeron-Prozessoren auf zwei Rechenkerne und haben weder Hyperthreading noch einen Turbo-Modus inne. Das macht sie zu einer etwas langsameren, aber günstigeren Alternative, die für die Ausführung normaler Office-Aufgaben vollkommen ausreichend ist. Der Vorteil: Die Celeron-CPUs verbrauchen nur wenig Strom.

Intel Core i3

Die Core-i3-Prozessoren sind mit zwei Kernen sowie Hyperthreading ausgestattet und gehören damit zu den kleinsten CPUs der Intel-Core-i-Familie. Als Hyperthreading wird die Technik bezeichnet, die es ermöglicht, mehrere Threads auf einem Kern auszuführen, wodurch mehr Arbeit gleichzeitig erledigt werden kann. Darüber hinaus sind die besonders sparsamen Modelle mit einem T und die mobilen Versionen mit einem M, U oder Y gekennzeichnet.

Intel Core i5

Die Core-i5-CPUs sind besonders gut für Grafikanwendungen oder Spiele geeignet – schließlich besitzen sie in der Desktop-Variante vier Rechenkerne ohne Hyperthreading. Die mobilen Versionen beinhalten dagegen zwei Kerne und Hyperthreading.

Intel Core i7

Die Intel-Core-i7-CPUs gehören zu den Hochleistungsprozessoren der Core-i-Familie. Sie sind sehr schnell, unterstützen bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher und verfügen je nach Modell zwischen zwei und acht Kernen, die aufwendige Aufgaben problemlos bewältigen. Außerdem eignen sie sich auch optimal für einen Gaming-Computer.

Intel Pentium

Die Intel-Pentium-Prozessoren sind mit zwei Rechenkernen ausgestattet und werden lediglich im Desktop-Bereich genutzt. Sie verfügen weder über einen Turbo-Modus noch über Hyperthreading und wurden vorwiegend für Office-Computer konzipiert. Mit einer dedizierten Grafikkarte können sie jedoch auch für aktuelle Spiele verwendet werden.

AMD Athlon

In den AMD-Athlon-Prozessoren sind entweder zwei (Dual-Core) oder vier (Quad-Core) Rechenkerne verbaut. Sie sind mit der Celeron-Reihe von Intel vergleichbar und werden vor allem in günstigeren Rechnern mit geringeren Leistungsanforderungen eingesetzt.

AMD Phenom 2

Die AMD-Phenom II-Prozessoren gibt es sowohl für Desktop-PCs als auch für mobile Varianten. Sie wurden in den Jahren 2009 bis 2011 produziert.

AMD Ryzen

Die Ryzen-Prozessoren sind seit dem Jahr 2017 auf dem Markt und stellen seitdem eine starke Konkurrenz zu Intels Core-i-Serie dar. Die Reihe beinhaltet die normalen Ryzen CPUs, die Ryzen-Pro-Prozessoren und die High-End-CPUs Ryzen Threadripper. Außerdem verfügen die Mobilprozessoren im Gegensatz zu den Desktop-Varianten über eine integrierte Grafikkarte (iGPU), die zu den schnellsten auf dem Markt gehört.

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Häufige Fragen zu Prozessoren
Was versteht man unter einem Prozessor?
Ein Prozessor (CPU) ist die zentrale Recheneinheit im Computer und wird deshalb auch als Hauptprozessor bezeichnet. Er ist ein Teil der Hardware und für die Ausführung der Befehle verantwortlich.
Welcher Prozessor ist am besten?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten – es kommt darauf an, welche Anwendungen und Programme Sie mit ihrem PC nutzen möchten. Für aufwendige Grafiken oder Spiele ist ein Prozessor wie der Intel Core i7 geeignet, für gewöhnliche Office-Aufgaben reichen der AMD Athlon oder der Intel Core i3...
Worin unterscheiden sich die Intel Prozessoren i3, i5 und i7?
Die Prozessoren i3, i5 und i7 unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Leistung, die von der Anzahl der Transistoren bestimmt wird. Der Intel Core i3 liefert die geringste Leistung, ist aber auch am günstigsten. Im Gegensatz dazu befindet sich der i5 im Preis-Leistungs-Verhältnis in der Mittelklasse, während...
Wie ist ein Prozessor aufgebaut?
Die Architektur des Prozessors, der Aufbau, besteht aus einem Rechenwerk, Registern (Speicher), Datenleitungen (Busse) und einem Steuerwerk. Einige CPUs enthalten zudem einen Cache.
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